fertiges ModellAnleitungen um RC Karosserien zu lackieren gibt es im Netz viele. Und auch viele unterschiedliche Meinungen, welches die besten Arbeitsschritte sind. Wir wollen euch hier deshalb versuchen eine bebilderte Anleitung für Laien und Profis zu zeigen, damit ihr ein ideales Lackierergebnis bekommt. (Bilder folgen noch)

Um ein gutes und sauberes Lackierergebnis zu erhalten, benötigt ihr vor allem eins!

ZEIT!!!! ZEIT!!!! ZEIT!!!!

 

Seit euch bewusst, dass ihr zum Lackieren nicht nur 10 Minuten braucht, sondern das die einzelnen Schritte einige Zeit in Anspruch nehmen werden. Bevor wir starten können, solltet ihr euch schon Gedanken über die Gestaltung der Karosserie gemacht haben. Der komplette Lackiervorgang sollte in einem Rutsch erfolgen.

 

Der richtige Lack

Die RC Karosserien werden aus Polycarbonat, bzw. Lexan hergestellt. Dieser Werkstoff ist extrem biegsam, ohne das er zerbricht. Das ist notwendig, damit auch harte Unfälle mit Eurem RC-Car möglichst schadlos überstanden werden. Zum Lackieren können somit keine Lacke aus dem Baumarkt verwendet werden. Die Voraussetzung für den Lack ist, das er die Flexibilität der Karosserie mitmacht. Dazu gibt es im Modellbauhandel spezielle Sprühlacke für Polycarbonat in Spraydosen oder für Airbrush-Systeme in vielen verschiedenen Farbtönen.  

 

Schritt 1: Ausschneiden der Karosserie

Radkaesten schneidenZum Ausschneiden der Karosserie verwenden wir Lexascheren aus dem Fachhandel. Man benötigt möglichst eine runde und eine gerade Schere. Man kann für gerade Schnitte auch ein Metall-Lineal und ein Skalpell verwenden.

alternativ:

Ihr könnt auch die Karosserie nach dem Lackieren ausschneiden. Hierzu muss allerdings die Farbe komplett durchgetrocknet sein. Beachtet das hierbei der Lack beim Schneiden zerkratzt werden kann.

 

  

Schritt 2: Bohren der Karosseriehalterlöcher

Die klare Karosserie wird auf das fertige Modell (inklusive der Bereifung) gelegt und ausgerichtet. Die Position der Karosseriehalter wird von aussen auf der Karosserie mit einem wasserfesten Stift markiert. Zum Bohren der Löcher verwenden wir spezielle Karosseriebohrer aus dem Fachhandel.

alternativ:

könnt Ihr die Löcher auch nach dem Lackieren bohren. Hierzu muss allerdings die Farbe komplett durchgetrocknet sein. Beachtet das hierbei der Lack beim Bohren zerkratzt werden kann.

 

Schritt 3: Reinigung der Karosserie

Reinigung der Karosserie mit Spülmittel und Wasser, ggf. danach mit Desinfektion oder ähnlichen. Achtet darauf, dass ihr keine scharfen Reiniger nehmt, die die Bestandteile des Kunststoffes anlösen. Danach solltet ihr nicht mehr mit bloßen Finger die Karosserie von innen berühren

 

Schritt 4: Abkleben

Als nächstes werden alle nicht zu lackierenden Flächen angeklebt (Scheiben, Scheinwerfer, Rückleuchten, usw.) Dazu liegen den meisten Karosserien sogenannte Maskierfolien bei. Das sind Speziell auf diese Karosserie vorgestanzte Folien, um diese Flächen abzukleben. Falls man eine Karosserie lackieren möchte die schon vorgebohrte Löcher hat, müssen diese von aussen auch abgeklebt werden.

Nach dem Schleifen (Schritt 5) müssen auch die Flächen abgeklebt werden, die zu einem späteren Zeitpunkt mit einer anderen Farbe lackiert werden. Dazu wird an den Übergängen nur Maskierband verwendet! Malerkrepp o.ä. kann nicht verwendet werden, da die Oberfläche zu uneben ist und der Sprühnebel durchgelassen wird. Da von dunkel nach hell lackiert wird, müssen die Flächen für die helleren Farben jetzt vollständig abgedeckt sein!

 

Schritt 5: Schleifen

Schleifen der zu lackierenden Flächen mit Schleifwatte oder einem feinen Putzschwamm. Danach sind auf der Oberfläche leichte Kratzer zu sehen. Aber keine Angst, nach dem Lackieren sind sie nicht mehr zu sehen.

alternativ:

nicht Schleifen, einige unserer Mitstreiter schleifen die Karosserien nicht an, da diese mit der heutigen Kunststoffqualität dieses nicht mehr voraussetzen

 

Schritt 6: Lackieren der Flächen

Lackiert wird von Dunkel nach Hell. Die erste Sprühschicht jeder Farbe wird nur hauchdünn aufgetragen, nicht mehr als nur ein Spühnebel. Jede Farbe sollte in 5-7 dünnen Schichten  mit einem Abstand von ca 30 cm aufgetragen werden. Zwischen dem Auftragen der einzelnen Schichten vergeht, je nach Raumtemperatur, nur wenige Minuten. (Richtwert liegt zwischen 5 und 7 Minuten) Bei "translucent / phosphorzierenden" Farben kann die Menge der aufzutragenden Schichten, je nach Deck- und Leuchtkraft der Farben, stark abweichen, bzw. sich unterscheiden.

Um eine besseres Sprühbild zu erhalten, sollte man die Spraydosen auf circa 35-40° Celsius vorwärmen.

Achtung! Nicht in der Microwelle oder im Backofen erwärmen. Besser geeignet ist ein Wasserbad!

Sobald die erste Farbe leicht angetrocknet ist wird das Maskierband für die zweite entfernt, usw. Wenn man dieses nicht macht, kann es passieren das die vorherige Lackschicht beim abziehen des Maskierbandes beschädigt wird.

Um hellere Farben kräftiger wirken zu lassen, kann man als letzte Farbschicht nochmal weiß hinterlegen.

 

Schritt 7: Maskierfolien/Band entfernen

Die Maskierfolien entfernt man ebenso direkt nach dem Antrocknen der letzten Farbschicht. Man kann vorsichtig mit einem Skalpell eine Ecke oder den Rand der Aufkleber anheben und dann mit den Finger oder einer Pinzette den Aufkleber/Maskierband/Kleber abziehen.

 

Schritt 8: Lackieren der Scheiben

Zum Lackieren der Scheiben verwendet man in der Regel das so genannten Spray "Smoke", ansonsten ist es das gleiche wie beim normalen Lackieren der Karosserie, mehrere dünne Schichten bis man den gewünschten Effekt der Scheiben erreicht hat. Beachtet beim Lackieren der Scheiben ob und in welchem Umfang dieses laut Reglement erlaubt ist, wenn ihr irgendwelche Serien oder Meisterschaften fahren wollt.

  

Schritt 9: Schutzfolie abziehen

Jetzt wird die Schutzfolie von der Karosserie entfernt.

 

Schritt 10: Decals / Aufkleber

Aufkleber ausschneiden und an die gewünschte Stelle der Karosserie kleben. Manche Hersteller haben bereits vorausgestanzte Aufkleber.

 

Nützliche Links

Hier folgen noch nützliche Links

 

 

 

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